Die Bedeutung des Ehrenmals wurde bestätigt.


TOP 2: Wiederherstellung der Anlage


Bei der Wiederherstellung der Anlage wird sich am Stand von 1928 und 1955 orientiert.

Die Wiederherstellung der Affenallee mit Brunnenanlage wird bedacht aber ist noch nicht finanziert.

Da bei der Beantragung der Haushaltsmittel für die Sanierung des Ehrenmals die Bedeutung der Brunnenanlage nicht bekannt gewesen sei, wurden auch die Mittel für deren Wiederherstellung nicht mit einbezogen. (Arnold)

Die Wiederherstellung der Anlage (Affenallee und Brunnen) würde die Wegebeziehung im Park erheblich ändern und wäre damit ein Problem für den gesamten Park, dass erst abgeschätzt werden müsse. (Arnold)

Eine Tendenz dahingehend kann erst frühestens nach Abschluss der Planungen für den Rosenhang, also in etwa einem Jahr, gegeben werden. (Arnold)

Die Stileichen werden nach historischem Vorbild gepflanzt.


TOP 3: Wichtig! – Öffentlichkeit herstellen


Die Öffentlichkeit soll hergestellt und ausgebaut werden.

Öffentlichkeit sei der wichtigste Faktor für die Sicherheit. (Eberle)

Die Öffentlichkeit werde sich aber schon allein daraus ergeben, dass die Anlage dann neu sei und die Gustav-Mahler-Treppe im Zuge ihrer Sanierung gesperrt werde; wer dann von der Bellevue/Stadt Kassel zur Karlsaue gelangen wolle, müsse unweigerlich durch das Ehrenmal oder direkt am Ehrenmal vorbeilaufen.


TOP 4: Name


Der Name der Anlage kann nicht oktroyiert werden. (Eberle)

Der Name der Anlage „Ehrenmal“ ist in der Bevölkerung bekannt und akzeptiert. (Eberle)

Möglicherweise kann in entsprechenden Tafeln der Zusatz „[…] heute würden wir es eher als Gedenkstätte betrachten.“ enthalten sein. (Eberle)

Wenn die Bevölkerung in einigen Jahren selbst einen anderen Namen wählt, dann soll es so sein. Aber kein vorgegebener, neuer Name mit Deklarationsakt.


TOP 5: Steintafel


Die Steintafeln sollen in situ erhalten und gereinigt werden. (Eberle)

Bei der Bearbeitung der Tafeln seien aber denkmalpflegerische Richtlinien einzuhalten; d.h. nicht mehr lesbare Tafeln können nicht ersetzt werden und nicht rekonstruierbare Tafeln können nicht mit QR-Code versehen werden. Dies sei ein zu großer Eingriff in die Substanz und das Ensemble.



TOP 6: Eingangs- und Erklärungstafeln

Eingangs- und Erklärungstafeln sind grundsätzlich eine gute Idee.

Die genaue Ausgestaltung werde aber nach Rücksprache und in Absprache mit dem Land Hessen (Staatskanzlei) erfolgen, da man ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild bei ähnlichen Anlagen in ganz Hessen erreichen möchte.

Die Tafeln sollen außerdem so gestaltet werden, dass sie das Ensemble nicht stören. Welche Form dazu die geeignetste sei, müsse noch festgestellt werden, „aber sicher keine einfache Plastiktafel“. (Eberle)


TOP 7: Dokumentation


Die MHK bewertet die Dokumentation der Anlage als äußerst wichtig und absolute Priorität.

Die MHK kann allerdings nicht selbst eine Dokumentation durchführen, da sie über keinen Historiker verfügt.

Der im Leistungsverzeichnis (LV) der Ausschreibung der Maßnahme „Ehrenmal“ enthaltene Punkt, dass die Tafeln erforscht werden sollen, bezieht sich nicht auf eine Dokumentation, sondern meint im Baugewerbe die Feststellung des Verwendeten Baumaterials.

Die MHK wird aber die Arbeitsgruppe bei der Dokumentation unterstützen. Z.B. durch Zugang zur Anlage für Fotodokumentation.

Auch wird der Arbeitsgruppe die Zusammenarbeit mit der museumpädagogischen Abteilung der MHK angeboten, um als Teil der Dokumentation eine Mappe/Buch/Unterlage zu erstellen, die auch für einen eventuellen friedenspädagogischen Lernort verwendet werden kann.

Die MHK lobt ausdrücklich das Engagement und das Wissen der Arbeitsgruppe (Eberle), wobei sie mit Hinblick auf den Altersdurchschnitt zu einer schnellen Umsetzung der Dokumentation anrät.

Die MHK möchte das Wissen der Arbeitsgruppe unbedingt konservieren und darauf zugreifen, sodass unbedingt zur Anfertigung einer Begleitpublikation geraten wird. (Eberle)

Diese solle dann auch unbedingt veröffentlicht werden. Gelder für die Veröffentlichung ließen sich beim Kulturamt der Stadt Kassel für solche Projekte beantragen. Die MHK könne aber unter Umständen auch finanzielle Unterstützung leisten.

Die Dokumentation ist für die MHK Zeichen des bürgerschaftlichen Engagements.


TOP 8: Begleitbuch


Für das Begleitbuch gilt grundsätzlich die gleiche Einschätzung und Wertung, wie für die Dokumentation.


TOP 9: Anbringen von Zitaten


Jede Meinung kann eine Gegenmeinung erzeugen“. (Eberle) Daher sollen am Ehrenmal selbst keine Zitate angebracht werden.

Das Ehrenmal soll „pur“ bleiben, da das Finden der richtigen Zitate schwierig sei und die Interpretation der Anlage jeder für sich vornehmen sollte. (Eberle)

Die Zitate wären in der Dokumentation gut aufgehoben.


TOP 10: „Der Gefallene“


Die MHK teilt die Ansicht der Arbeitsgruppe bezüglich der Skulptur „Der Gefallene“


TOP 11: Geschichte zur Einweihung des Denkmals


Herr Körner skizziert noch einmal kurz die Entstehungsgeschichte.


TOP 12: Sicherheitskonzept


Man muss mit dieser Anlage leben – damit auch mit Vandalismus.“ (Eberle)

Es soll kein Sicherheitskonzept in dem Sinne geben.

Stattdessen soll Vandalismus durch eine Öffnung der Anlage verhindert werden.

Sensibilität soll in der Bevölkerung für diese Anlage durch die Öffentlichkeit und das Begleitbuch erzeugt werden.

Man solle der Bevölkerung zutrauen, zum Ehrenmal hinzugehen. Man solle „nicht die Bevölkerung gleich für unmündig erklären“ und sie aussperren, indem man das Ehrenmal verschließt. (Eberle)

Man müsse den Menschen sagen: „ Die Einheiten sind Verbrecher – die Einheiten – aber es sind auch Eure Väter und Großväter!“. (Eberle)

Es wird eine Absprache/Koordination mit dem Ordnungsamt der Stadt Kassel angestrebt, ob man das Objekt „Ehrenmal“ mit in den Streifenplan des Ordnungsamtes auf der Bellevue integrieren könne.

In der Anfangsphase, also direkt nach der Eröffnung des dann sanierten Ehrenmales, soll der Sicherheitsdienst der MHK die Anlage in kürzerer Frequenz bestreifen.


TOP 13: Sonstiges


Friedenpädagogischer Lernort:

Ein friedenspädagogischer Lernort sei eine gute Idee, müsse aber zwingend mit (externem) Begleitmaterial verwirklicht werden und nicht durch Einrichtungen am Ort selbst, z.B. Tafelwerk o.ä.

Hier sei vor allem auf die Aspekte unter den TOP 7 und 8 verwiesen.

Baubeginn:

Der Baubeginn steht noch nicht fest. Geplant war der Frühsommer 2018.

Derzeit konnte der Auftrag noch nicht vergeben werden, da alle in Frage kommenden Firmen keine Kapazitäten für eine solche Baumaßnahme hätten.

Der Baubeginn wird für nächstes Jahr erwartet.

Volkstrauertag 2018:

Durch die Verzögerung des Baubeginns ist die Durchführung der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag (18.11.2018) im gleichen Rahmen der letzten Jahre zugesichert worden, so sich nichts ändert.

Ein Vertreter der MHK wird zum Volkstrauertag 2018 an der Veranstaltung vor dem Ehrenmal teilnehmen. Dies soll als Gelegenheit genutzt werden, bis dahin feststehende Baupläne und dies betreffende Neuigkeiten zu veröffentlichen.



Im Original gezeichnet
Heinz Körner

Zusammenfassung der Diskussion beim TC 31


1- Wiederherstellung der Anlage wie 1928 zur Einweihung;


  1. Es muss eine breite Öffentlichkeitsarbeit hergestellt werden, um im

der Stadtgesellschaft verankert zu werden;


  1. Name des Ehrenmals in „Gedenkstätte“ umzubenennen,

Gedenkstätte An der Schönen Aussicht“


  1. Steintafeln werden gesäubert und instandgesetzt

dem natürlichen Verfall überlassen

wie in Nürnberg, Reichsparteitaggelände);


  1. Am oberen und unteren Eingang Hinweistafeln

-installieren mit Videobotschaften

Kassel 1914

Kriegsbeginn und Kriegsziele, das bittere Ende und die verlorenen Schlachen


  1. Der Gefallene“ bleibt so´, (Beleuchtung der EHRENHALLE);


Die Anregungen :: Interdisziplinärer Wettbewerb und

Friedenspädagogischer Lernort ist wahrscheinlich nicht Aufgabe der MHK.


Zum Lernort:Nürnberg

Beispiel Reichsparteitagsgelände wird wieder instandgesetzt. 1973 unter Denkmalschutz gestellt. Inzwischen als“besonders nationales Erbe“ angesehen.

Für die Gedenkstätte:

Konzept des Lernortes -Es geht der Trend zum histotischen Lernort.

Ein zentraler Lernort zur Auseinandersetzung mit den Ursachen, Auswirkungen und Folgen des Ersten Weltkrieges

Beispiel

Gedenkstein der 167er

1.Oberelsässischen Infanterieregiment Einweihung 1927 – Geschichte des Regiments, Einsatzorte, Ende des Ersten Weltkrieges

Jägerkaserene 1910- Warum „Jäger“

Husarenkaserne -

Frankfurter Straße 84a


Weinbergbunker EISKELLER seit 1941 als Bunker umgebaut


Mahnmal ehemals Fürstengarten ---Wimmeldenkmal

Gedenkstätte in der Karlsaue

Wir hatten uns die Aufgabe gestellt, die Sanierung der, die Anlage zu nutzen, um eine Gedenkstätte zu schaffen,die würdig an die Gefallenen Soldaten beider Weltkriege erinnert und darüberhinaus ein Vorzeigedenkmal wird als einzigartige Gedenkstätte in Deutschland und Europa, die den Millionen Opfern der Kriege gerecht wird.


Die Gedenkstätte ist mit Begleitbuch (in Arbeit) dazu geeignet. Besonders im Begleitbuch kann man die Schrecken des Krieges mit Leid, Not, Hunger und Durst, Verstümmelungen, Angst und Tod verdeutlichen. Aber auch durch die Verführung der Politik und Gesellschaft im Kaiserreich durch Nationalismus und Militarismus.


Ich möchte, dass man die Geschichte „von unten“ erzählt – aus der Sicht der Soldaten, die als junge Menschen sich 1914 als Kriegsfreiwillige meldeten und dann bittere Erfahrungen machen mussten, was Lüge und Propaganda, Kriegsverherrlichung und Treue zu Kaiser und Vaterland, Opferbereitschaft wirklich bedeutet.. „Wir finden nur Frieden tief unter der Erde.“




Gründung eines Vereins e-V_

auch für Spenden zur Herstellung des Ehrenmals